Rewag heizt der FF Barbing ein

Fernwärme in Barbing - Klärwerk und Rewag heizen der Feuerwehr Barbing ein – Effizient und Klimafreundlich

(ck) Barbing. Im Frühjahr 2017 wurden die Weichen gestellt sowie der Startschuss für die innovative Idee gegeben, um 250 Einfamilienhäuser sowie Liegenschaften der Gemeinde Barbing mit klimafreundlicher und annähernd CO2-neutraler Wärme, erzeugt im Klärwerk Regensburg, zu versorgen. Einige Anwohner entlang der Trasse und die Johann-Michael-Sailer-Schule werden seit der letzten Heizperiode bereits versorgt, nun kam mit dem Feuerwehrgerätehaus eine weitere Liegenschaft der Gemeinde dazu. Begeistert nahmen dies Bürgermeister Hans Thiel und Vizebürgermeister Dominik Schindlbeck, zusammen mit den beiden Kommandanten Andreas Staudinger und Fabian Kaptein in Augenschein.

Viele Monate prägte eine unübersehbare Baustelle das Ortsbild in der Margareten- und Frühlingstraße in Barbing, als der Energieversorger Rewag in Kooperation mit der Stadt Regensburg und der Gemeinde Barbing eine 1,6 Kilometer lange Fernwärmeleitung vom Klärwerk Regensburg bis in das Neubaugebiet „Barbing Süd“ verlegte, um die dort geplanten Häuser mit klimafreundlicher und annähernd CO2-neutraler Wärme zu versorgen. Dabei nutzt der Energiedienstleister ‎die überschüssige ‎Abwärme aus drei Blockheizkraftwerken (BHKWs) des Klärwerks ‎der ‎Stadt Regensburg. Die Fernwärmetrasse läuft entlang der Straubinger-, , Margareten-, Frühling- und Mintrachinger Straße. Erfreulicherweise konnten in diesem Zusammenhang auch die Anrainer entlang der Fernwärmetrasse von der effizienten und nachhaltigen Wärmelösung profitieren. Ziel der Gemeinde Barbing, mit Bürgermeister Hans Thiel an der Spitze war es auch, gemeindliche Einrichtungen wie Grundschule, die neu geplante Kita im Neubaugebiet Barbing sowie Feuerwehrgerätehaus und Rathaus an das Fernwärmenetz, das man jedoch aufgrund der Nähe und der rund 250 möglichen zu versorgenden Häuser als Nahwärmeleitung bezeichnet. Der Gemeinde Barbing stehen so jährlich rund 1.500 Megawattstunden regenerativ, Kohlendioxid-neutral und regional erzeugte Wärme zur Verfügung. Barbings Erster Bürgermeister Johann Thiel ist begeistert: „Mit dieser Art der Wärmenutzung können wir den CO2-Ausstoß ‎deutlich reduzieren, nicht nur für das Neubaugebiet, sondern auch für unsere Liegenschaften ‎der Gemeinde. Ich freue mich, dass mit der Feuerwehr wieder eine unserer Immobilien davon profitiert. Diese Lösung ist nicht nur klimafreundlich, sondern auch wirtschaftlich ‎sinnvoll.“ ‎‎Vom neuen Anschluss überzeugten sich beim Ortstermin auch die beiden Barbinger Kommandanten Andreas Staudinger und Fabian Kaptein sowie Vizebürgermeister Dominik Schindlbeck. Auch Schindlbeck zeigte sich begeistert und resümierte, dass die Nahwärmeversorgung Barbings über das Klärwerk Regensburg ein wichtiger Teil der Energiewende sei. Gut für Barbing und gut für die Bürgerinnen und Bürger. Thiel betonte, dass die Fernwärmelösung geradezu optimal und absolut zeitgemäß sei. Dabei hob er hervor, dass die Überschusswärme des Klärwerks über zwei Leitungen zu den Häusern gebracht werden. 90 Grad sei das Wasser das dort ankomme und 70 Grad heiß das Wasser das wieder zurücklaufe. „Fernwärme stellt eine besonders effiziente Art der Wärmeversorgung dar. Denn Gebäude, die auf diese Weise versorgt werden, brauchen keine eigenen Heizanlagen, keine Schornsteine und keine Brennstofflager, wie beispielsweise Öltanks. Sie haben lediglich eine Übergabestation, in der ein Wärmetauscher die Wärme in das Heizsystem des Gebäudes überträgt. Auch für die Warmwasserversorgung werde diese Wärme verwendet“ so Thiel, der ergänzte, dass der Wärmetauscher im Feuerwehrgerätehaus Barbing in Kürze eingebaut werde.

©)Christine Kroschinski